Archive for October 2010
OSX – function follows form
Shared by tante
Was für eine phantastische Zusammenfassung
Ich muss jetzt seit geraumer Zeit mit einem Rechner der amerikanischen Firma Crapple arbeiten. Grund dafür ist, dass ich als neue Aufgabe @work momentan in die Smartyphone-Ecke gerutscht bin und man für Crapple cryPhones natürlich nur unter Crap OSX Software bauen kann.
Von daher muss ich mich nun Tag für Tag mit einem System beschäftigen von dem alle immer total begeistert berichten und das angeblich ganz Toll und Innovativ ist. Außerdem nimmt wohl kein anderes OS für sich selbst so sehr den Ruf in beschlag, besonders intuitiv zu bedienen zu sein und ein besonders kohärentes Interface zu bieten.
Was jetzt folgt, wird so ziemlich einer der längsten Rants die ich in den letzten Jahren geschrieben hab. Wem das alles zu viel ist, der kann auch gleich zur Stichpunktartigen Zusammenfassung am Ende springen: TL/DR
Software
Windowmanager
Meine erste Aktion als Nutzer war aber erstmal mich über den Windowmanager an sich aufzuregen. Ich kann Fenster nicht maximieren? Bitte Was? Ah, das ist also Absicht, Fenster sollen immer nur so groß sein wie ihr Inhalt, damit man dann noch schön mit der Maus zwischen den Fenstern wechseln kann oder so. Naja, gut... kann ja sein dass das ein anderes Konzept ist und ich mich erstmal dran gewöhnen muss. Bloß: ES TUT NICHT!
Texteditorfenster sind nunmal anfangs mit weniger Text gefüllt als wenn ich eine halbe Stunde dran gearbeitet hab. Soll ich dann wirklich alle 10min auf den Plus-Knopf am Fensterrahmen drücken müssen? Wozu? Um meine Maus-Skills besser zu trainieren? Wenigstens eine Einstellung dafür könnte es doch irgendwo geben? Nein?
Auch finde ich es unverständlich warum das ausgerechnet für alle Fenster gelten soll. Ein Browser wird nunmal per Default im Vollbildschirmmodus verwendet
Punkt (Den musste ich jetzt mal extra verdeutlichen.)
Also fängt man nach Stunden des Ärgerns über diesen Blödsinn an sich im Internet umzusehen, bis man dann bereits die erste Zusatzsoftware (RightZoom) installiert um irgendwie erstmal mit der Kiste arbeiten zu können.
Also weiter... Ich habe also defaultmäßig irgendwelche kleinen Fenster auf dem Bildschirm verteilt und will sie möglichst effektiv verteilen. Doch was jetzt? Fenster kann man nur in der Ecke unten rechts anfassen um die Größe zu ändern. Super! Schonmal versucht auf die Art 2 Fenstern jeweils 50% des Bildschirmplatzes zuzuweisen? Und nein, es gibt natürlich keine Erleichterungen dafür wie ein Einrasten der Fenster an anderen oder am Bildschirmrand. Selbst das Windows-Ding kann das in den neueren Varianten!
Den größten Spaß aber hatte ich neulich, als ich über eine Sammlung 100 besonders "nützlicher" Programme für OSX gestolpert bin. Die Beschreibung von MenuEverywhere zeigt endlich die Lösung zu einem Problem das auch mich bereits unter OSX genervt hat:
As someone who’s used to working with a dual monitor setup, I more than once stare at the top of my second screen and wonder where my menu bar went. With the new 27″ iMac, I also sometimes feel that moving my pen over my tablet to get to the menu is quite the workout. With MenuEverywhere you have an additional menu sitting on an app’s window. Smart.
Ja, wirklich! Für nur $ 14,95 kann man sich ein vernünftiges Menü in seine Fenster zukaufen. Man gebe mir eine Wand!
Die Crapple-Jünger behaupten ja wirklich gerne dass das mit dem Menü oben ganz toll ist, aber spätestens bei 2 Bildschirmen wird es extrem unsinnig. Wenn man wenigstens ein Menü pro Bildschirm hätte, oder das aktive Fenster deutlicher hervorgehoben würde.. aber so sieht man wirklich nur einen Haufen Fenster und ein Menü das zu irgendeinem gehören könnte.
Mitgeliferte Anwendungen
Aber man schiebt ja nicht nur Fenster umher, man will ja auch was mit dem Rechner machen. Wie wäre es damit ein paar Dateien zu verschieben oder so? Dafür gibts im Dateimanager dieses Systems nämlich keine Tastenkombination. Kopieren ist Apfel+C, Einfügen Apfel+V und in den meisten anderen Programmen ist ausschneiden dann logischerweise Apfel+X. Nur im Finder halt blöderweise nicht. Dort gibt es gerade mal ausgegraute Einträge in den Menüs, aber wirklich verschieben kann man nur indem man mit der Maus Sachen verschiebt. Super-Intuitiv! (Ausnahme: zwischen verschiedenen Datenträgern wird per Default kopiert statt verschoben. Das ist ja durchaus sinnvoll, allerdings hat mir einer dieser Apple-Jünger auch berichtet dass das nicht immer so ist und er bereits Sachen zu irgendwelchen Servern verschoben hat ohne das zu wollen.)
Jetzt haben wir unsere Dateien irgendwohin geschoben, Zeit die URL an einen Kollegen zu senden. Blöd nur: wie kann man den Pfad kopieren? (Ein Problem auf das eine neue Kollegin getroffen ist die mit dem System konfrontiert wurde) Denn eine Pfadleiste gibt es hier per Default nicht. Man kann per Menü etwas einblenden was sich so nennt, doch kopieren kann man von da nichts und auch sonst sieht das Ding ziemlich nutzlos aus:

Keine Ahnung wozu das Ding in einer solchen Form noch großartig dienen soll. Sachen eingeben ist nicht, Pfad wirklich ansehen kann man auch in den seltensten Fällen und nur für das Wechseln in ein höherliegendes Verzeichnis gab es selbst im originalen Norton Commander schon bessere Lösungen.
Natürlich kann man auch diese kleinen Problemchen beheben, indem man für "wenig Geld" weitere Zusatzsoftware kauft und installiert. Das führt uns gleich zum nächsten Spaß...
Softwareinstallation
Nein, einen Paketmanager oder so gibt es wie scheinbar bei allen kommerziellen Systemen natürlich nicht. Wenn man Software installieren will, darf man sich schön durch Webseiten wühlen und irgendwelche Software runterladen in der Hoffnung dass es sich nicht um Malware handelt. Da das System nicht so stark verbreitet ist wie andere (*hust*Windows*hust*) gibt es natürlich auch weniger "große und bekannte" Softwareportale die sich auf OSX spezialisiert haben. In anbetracht dieser Tatsachen kann man sich wohl nur wundern warum man nicht mehr von Schäden durch Malware auf diesem System hört (achja.. OSX-Nutzer arbeiten ja nicht mit ihrem Rechner, der ist eher Dekoration...).
Softwareupdates sind dementsprechend der gleiche Müll. Es gibt eine zentrale Updateverwaltung, diese verwaltet aber offensichtlich nur Programme die von Apple selbst stammen und alles andere darf den Scheiß jedes mal erneut von Anfang an selbst implementieren. Auch für Apple-Programme ist die Verwaltung extrem untauglich. Es gibt keine Möglichkeit ein Update zu überspringen (z.B. weil bekannte Probleme auftreten), so dass ich jetzt seit Inbetriebnahme des aktuellen Rechners jede Woche daran erinnert werde, ich solle doch bitte iThunfisch 10 installieren (und dafür die EULA abnicken, was ich nicht tu. Deinstallieren ist momentan auch ungünstig, da ich diesen Müll evtl. noch für dieses cryPhone-Entwicklungs-Zeugs brauchen könnte das ich auf Arbeit in letzter Zeit permanent machen darf).
Wenn aber die Updateverwaltung von Crapple wirklich mal funktioniert, ist sie immernoch unbrauchbar. Die haben einfach das ganze Konzept eines Patchs nicht verstanden und für jede aktualisierte Version wird einfach das ganze Programm neu heruntergeladen. Bei der typischen größe von Crapple-Software (XCode ist z.B. gerne >= 1.5GB groß) und der Fehlenden Funktion einen lokalen Spiegelserver aufsetzen zu können, kann ein Netzwerk voller Crapple-Rechner sich erstmal komplett selbst auslasten, nur weil gerade Updates verfügbar wurden.
Aber halt! Ist OSX nicht ein BSD-Bastard? Was ist mit diesen ganzen Unix-Tools die es da draußen gibt, teilweise mit grauenvoll vielen Abhängigkeitsbäumen? Wie installiert man die?
Um es kurz zu machen: im besten Fall garnicht! Es gibt eine Art Paketverwaltung von Dritten (Macports), aber das Ding ist derartig b0rken, dagegen sind Source-RPMs unter Debian schon regelrecht komfortabel zu verwalten.
Ich habe ca. 30min versucht mir mithilfe diesen Systems einen wenigstens annähernd vernünftigen Jabber-Client zu installieren und dann aufgrund von Build-Fehlern und mangelnder Abhängigkeiten aufgegeben. (Nein, libpurple-basierendes ist genausowenig nutzbar wie "iChat", ganz besonders nicht Adium dem selbst im Vergleich mit Pidgin noch Funktionen fehlen).
Das Beste: Apple will vermutlich demnächst eine Paketverwaltung nachrüsten. Natürlich wird das als "AppStore" verkauft, wird keinerlei Abhängigkeiten auflösen und soll die ganz große Innovation darstellen. Nebenbei wird dann vermutlich mal eben alles ausgesperrt was direkt installiert werden müsste, so dass Apple endlich die volle Kontrolle darüber hat wer was auf seinem Rechner installiert. So kann man dann endlich viel schöner an jedem Programm verdienen, ungewollte Software ausschließen ("Wir haben schon ein Mail-Programm, nutz gefälligst unseres!") und Daten über das Nutzerverhalten sammeln. DRM FTW!
Damit wäre OSX dann endlich das unfreieste System das man auf PC-Hardware jemals gesehen hat (obwohl: die Microsoft X-Box kann vlt. noch mithalten) und wechselt endgültig vom Computer ins Spielekonsolenlager. Arbeiten kann man damit ja eh schon nicht.
Schlüsselverwaltung
Machen wir es kurz: Es gibt eine Schlüsselverwaltung (besser als Windows), sie ist nur halt VÖLLIG unbrauchbar.
Sie fragt in n-minütigen Abständen bei beliebigen Zugriffen und entsperrt dann den Schlüsselbund für alle Programme (also auch für irgendeinen Trojaner der gerade im Hintergrund wartet). Aber sehen wir das positiv, das ist eh nicht der größte Blödsinn und wenn irgendwer an meine privaten Schlüssel kommen will, brauch er diese Lücke eh nicht nutzen. Natürlich gehen Passwortabfragen für die Schlüsselverwaltung auch gerne ohne Focus auf, so dass man auch gleich mal den Schlüssel ins falsche Feld eintippt. Ist ja nur das wichtigste Passwort im System.
Aber all das sind eh Probleme mit denen sich Otto-Normalnutzer eh nicht rumschlagen muss, da die Schlüsselverwaltung per Default eh erstmal bei der (passwortfreien) Anmeldung den Schlüsselbund nicht-zeitbeschränkt entsperrt. (btw: ordentliche Passwortabfrage für das System einrichten braucht auch mehrere Einstellungen...)
Wem das alles noch nicht idiotisch genug ist, der kann natürlich auch noch gerne den angebotenen Dienst in anspruch nehmen und seine privaten Schlüssel automagisch mit der Crapple-Cloud synchronisieren.
WELCHE DROGEN NEHMEN DIE TYPEN BEI APPLE?
Tastatursteuerung
Ansonsten kann man sagen dass in diesem System nicht sonderlich viel einheitlich ist, z.B. Tastenkombinationen muss man für jedes Programm erneut festlegen, wobei es da meist eh nicht viel Auswahl gibt. So kann ich für das Wechseln der Arbeitsflächen nur zwischen CTRL als Modifikator oder ALT wählen, beides kollidiert aber blöderweise mit anderen Tastenkombinationen so dass ich in keinem Texteditor-Fenster jetzt noch mit CTRL ganze Wörter auf einmal mit dem Cursor überspringen kann.
Für einfache Editorfunktionen wie "bewege den Cursor eine Seite nach oben" gibt es überhaupt keine Tastenkombination (ja, es gibt 2 für "scrolle nach oben, lass den Cursor aber an der Stelle, ich klick doch so gerne!") so dass selbst die komplette IDE namens XCode eigentlich (bis auf Syntax-HL und eine leidlich gute Autovervollständigung) eigentlich sogar ein schlechter benutzbarer Editor ist als NOTEPAD.EXE. - Eigentlich auch schon fast wieder eine Leistung.
Überhaupt gibt es kein Konzept in der Tastatursteuerung. Ich mein ernsthaft: 5 Modifikatortasten auf der Tastatur aber keine Festlegung was welche so generell tut. Wie wäre es z.B. wenn Apfel alles "Bearbeiten-mäßige" wäre, CTRL Steuerungsfunktionen für das aktuelle Programm, alt Fenstermanager-Zeugs steuern und Alt Gr Sonderzeichen triggert. Gerne auch völlig anders, aber bitte: Werft doch nicht immer alles durcheinander.
Momentan macht Apfel eigentlich alles, CTRL und ALT kann man nur zusammen verwenden und einige Tastenkombinationen sind einfach grauenvoll seltsam. (z.B. drücke ich permanent in XCode CTRL+ALT+Apfel+R für Konsole löschen und es gibt auch wirklich Tastenkombinationen mit 5 Tasten gleichzeitig)
Hardware
Allgemein
Was man immer wieder hört, ist dass die Hardware so wahnsinnig toll wäre, dass Apple die besten Designer hätte und dass alles wohldurchdacht wäre.
Ich sage: FUCK YOU!
Warum:
- hatte das MacBook an dem ich bis vor kurzem arbeiten musste dann nur 2 USB-Ports? Weil eine Maus + ein USB-Stick für jede Lebenslage reicht?
- hat jeder Mac den ich bisher gesehen habe ein spiegelndes Display?
- befindet sich der Ausschalter an meinem iMac auf Arbeit auf der Rückseite? (eine Unart die ich eigentlich mit dem Aufkommen von ATX-Netzteilen überwunden glaubte)
- gibt es keine Front-USB-Anschlüsse am iMac?
- muss fast jegliche crapple-Hardware eklig weiß sein?
- sind Dinge wie {[]}|~²³ nicht auf der Tastatur aufgedruckt?
- werden generell Slot-Laufwerke verbaut die sich nur per Software dazu bewegen lassen den Datenträger auszuwerfen (jetzt weiß ich endlich nicht mehr nur nicht welche Seite von meinen unbeschrifteten Rohlingen oben ist, ich weiß auch nicht welche Seite vom Laufwerk im iMac "oben" darstellen soll)?
- muss ich bei eurer BT-Tastatur blind eine PIN zum richtigen Zeitpunkt (einziger Hinweis: änderung der Blinkfrequenz der einzigen LED) eingeben, wenn ich sie mit einem nicht-Mac pairen will? (natürlich gibt es dazu auch keine Dokumentation von Apple)
- verbaut ihr Serienmäßig 64bit-CPUs, bringt es aber nicht fertig das IRGENDWIE sinnvoll nutzbar zu machen? (siehe dazu auch folgenden sehr unterhaltsamen Artikel)
Maus
Dafür muss einen ganzen, einzelnen Anstrich geben. Man sollte wirklich meinen ein Betriebssystem in dem wirklich garnichts ohne Maus geht, würde besonders brauchbare Mäuse verwenden oder wenigstens brauchbare Maustreiber mitbringen. Dem ist natürlich nicht so.
Neuerdings darf ich diese "Mighty Mouse" von Crapple höchstselbst verwenden und könnte jeden Tag erneut die Krise bekommen. Minimalismus ist ja wirklich eine ganz tolle Idee, aber eine einzige spiegelnde Oberfläche für einen Gegenstand den man ständig anfassen soll? Ernsthaft? Das ist eure Idee von gutem Design?
Ergonomisch geformt ist natürlich auch was völlig anderes, wenn die maus ca. doppelt so hoch wäre, könnte man vlt. wenigstens die Hand entspannt darauf legen, aber so?
Allerdings wäre das auch schlecht, denn diese tolle Klickfläche auf der Maus kann einen Rechtsklick nur dann erkennen, wenn man die ganze Fläche wirklich NIRGENDWO anders berührt. Man muss also wirklich bewusst den Zeigefinger anheben wenn man einen Rechtsklick machen will. Weil die ganze Fläche auch permanent Scrollen auslöst, bin ich auch die ganze Zeit am Fluchen weil ich schon wieder 2-3 Artikel in Google Reader als gelesen markiert habe oder die Zeile Quellcode die ich gerade bearbeitet habe gerade unverhofft weggesprungen ist.
Die Batterien halten mit 2-3 Wochen wenigstens ausreichend lange, aber warum kann man nicht einfach Mignon-Akkus einlegen und einen Mini-USB-Anschluss kaum sichtbar, vorne an der Maus anbringen um so im Notfall einfach doch mal ein Kabel anstecken zu können? Haben Apple-Nutzer immer Ersatzbatterien rumliegen? (Ich glaube ja nicht, das Design der Batteriefächer zeigt sogar dass Apple annimmt dass seine Nutzer nichtmal wissen wie man Batterien normalerweise einlegt, man kann denen einfach nicht zumuten die Batterien verschieden ausrichten zu müssen)
Was wenn man Störungen im Bluetooth-Funkbereich auftreten? Dann können Apple-Nutzer einfach alle nicht arbeiten?
Einen mittleren Klick gibt es bei diesen Mäusen natürlich überhaupt nicht. Das wäre auch viel zu komplex! Also brauche ich jetzt für das schließen eines Brauser-Tabs oder das öffnen eines Links im solchen wirklich 2 klicks. Ist ja auch viel einfacher wenn man es genau betrachtet.
Zusammenfassung und Ende
TL/DR
Windowmanager:
- Fenster nicht maximierbar, auf "ideale" größe Wechseln bringt nicht viel da die sich ändern kann und manche Programme einfach Vollbild sein sollten
- Fenster nur in der rechten, unteren Ecke größenverstellbar
- Konzept eines einzelnen Menüs auf dem Hauptbildschirm grauenvoll schlecht
- ganze 2 Farbschemata für Fensterrahmen auswählbar, beide zeigen kaum Unterschiede für aktive und normalen Fenstern
Mitgelieferte Software:
- Dateimanager kann kein Copy&Paste
- Dateimanager hat keine Adresszeile
- Keine brauchbaren Lesezeichen für Dateisystemadressen
Softwareinstallation:
- kein Paketmanager vorhanden
- Softwareupdates nur für Apple-Software zentral verwaltet
- Ungewünschte Software-Updates in Verwaltung nicht überspringbar/deselektierbar
- jedes Update lädt komplett das ganze Programm neu runter (Downloads mit mehreren GB keine Seltenheit)
- kein Spiegelserver für Updates einstellbar (um Updates nur einmal pro Firmennetz beziehen zu müssen)
- nachinstallierbare Quelle für *nix-Tools "Macports" ist die grauenvollste und unbenutzbarste Perversion einer Paketverwaltung die ich je gesehen hab
- geplanter "AppStore" als noch grauenvollere Bastardvariante einer Paketverwaltung wird jegliche freie Softwareinstallation evtl. bald komplett unterbinden und Apple volle Kontrolle über jedes OSX-System liefern
Schlüsselverwaltung:
- Schlüsselbund wird immer für ALLE Programme entsperrt
- jegliche Sicherheitseinstellung muss nachträglich aktiviert werden, Default: alle Schlüssel per passwortfreier Systemanmeldung erstmal entsperren und nie wieder sperren
- Passwortabfragen erscheinen ohne den Fokus zu haben
- Angebot die privaten Schlüssel tatsächlich auf einen Apple-Server zu schieben und zu synchronisieren
Tastatursteuerung:
- Tastenkombinationen für jedes Progamm erneut festzulegen und ohne globales Konzept (Tastenkombination mit 5 Tasten keine Seltenheit)
- Keine brauchbaren Tastensteuerungen für viele Funktionen, System-Tastenkombinationen nicht Konfliktfrei belegbar
Hardware allgemein:
- Notebooks mit nur 2 USB-Anschlüssen ausgeliefert
- alle Geräte haben spiegelnde Displays
- An-/Ausschalter an iMac auf der Rückseite
- keine Front-USB-Anschlüsse am iMac
- fast jegliche crapple-Hardware eklig weiß
- Dinge wie {[]}|~²³ nicht auf der Tastatur aufgedruckt
- generell optische Slot-In-Laufwerke, die nur per Software Datenträger auswerfen
- BT-Tastatur will blind eine PIN-Eingabe zum richtigen Zeitpunkt, wenn ich sie mit einem nicht-Mac gepairt werden soll (undokumentiert)
- serienmäßig 64bit-CPUs verbaut, aber fast nie 64Bit System boot-/nutzbar
Maus:
- spiegelnde Oberfläche die permanent verschmiert
- nicht ergonomisch geformt
- bei leichtesten Berührungen wird gescrollt
- Rechtsklich nur mit bewusstem Anheben des linken Fingers
- dritte Klickfunktion überhaupt nicht vorhanden
- Batterien, keine Akkumulatoren mit interner Ladefunktion
- keine Anschlussmöglichkeit per Kabel
Fazit
Dieses System ist wirklich grauenvoll. Wenn man das Fenstersystem eine Weile betrachtet ist man zu erst froh dass es sich um etwas Unixoides handelt und man zum Glück auf das Terminal ausweichen kann. Nachdem man dann ein alternativen Terminalemulator runtergeladen und installiert hat (der mitgelieferte ist unbrauchbar), merkt man aber sehr schnell dass das auch eigentlich keine wirkliche Alternative aufgrund der fehlenden Paketverwaltung ist.
Wenn man schlussendlich sich IRGENDEINEN Weg sucht, wie man mit dem System arbeiten könnte, stellt man schnell fest was für ein sicherheitstechnischer Albtraum dieses System ist.
Man will mit sowas einfach nicht arbeiten.
Zu allem Überfluss ist die Hardware (die man ja als übergroßen Dongle für Apples Software braucht) überteuert, generell pothässlich und überhaupt unbrauchbar auf optisch schön getrimmt ohne die Benutzbarkeit im Blick zu behalten.
Das Schlimmste aber: es gibt da draußen tausende Leute die das in Quasi-Religiöser Verzückung auch noch ganz toll finden und überhaupt kein Problem sehen. Windows und Co. waren auch schon immer scheiße, aber zumindest streitet das keiner ab. Klar gibt es Linux-Fanboys, aber die zwingen recht seltem irgendjemandem ihr System auf weil es so toll ist oder behaupten permanent es wäre intuitiv und wenn sie wirklich ein Problem mit ihrem System haben, dann wechseln sie das betreffende Teil aus oder versuchen es zu ändern. Was jedoch niemand außer Mac-Nutzern tut: Einfach felsenfest zu behaupten dass es überhaupt kein Problem gäbe und dieses unproduktive stück Dekorations-Hardware als das tollste anzupreisen was jemals existiert hat.
Evtl. liegen Änderungen und Ergänzungen vor: zum Artikel
Local Vocals – Davis
Wo: Kürschnergasse 9, 1210 Wien
Status des Termins: bestätigt
The Flock.wmv
Tweets vom 2010-10-30
- @splitbrain danke! (schadenfreude ist die beste freude) in reply to splitbrain #
- @rupprECHT kein alkohol ist auch keine lösung! (die toten hosen) in reply to rupprECHT #
Tweets vom 2010-10-29
- @hedu gratuliere zur lebenslangen blackbox mitgliedschaft! #
- @lena_d wir sind inkomatibel :) hatte diese woche keinen einzigen abend frei, aber jeden nachmittag. naja, vielleicht nächste woche. in reply to lena_d #
- @haekelschwein lauter! in reply to haekelschwein #
Wo bleibt die Fairness?
Ok, seit einiger Zeit bin ich der Meinung, dass in diesem – unseren – System etwas nicht ganz rund läuft. Heute hab ich in der aktuellen Folge von Twit ein sehr gutes Beispiel dafür gehört, was mir seit langem übel aufstößt.
Im Detail ist es auf orf.at nachzulesen.

- Google hat eine Tochterfirma in Irland. Größter Vorteil: Dort gibt es keine Unternehmenssteuern. Also transferierten die Amerikaner alles geistige Eigentum in die Tochter auf dem Inselstaat.
- Jahr für Jahr bezahlt die Zentrale in den USA Lizenzgebühren nach Irland für das eigene Knowhow. Alleine 2009 waren es 5,4 Milliarden Dollar.
- Eine weitere Konstruktion über die Niederlande und die Bermudas sorgt dafür, dass fast überhaupt keine Steuern mehr bezahlt werden müssen. Und das Geld kann dennoch fröhlich wieder zurück in die USA.
Der US-Steuerzahler fiel so in den letzten Jahren wohl um zig Milliarden Dollar um. Auch Microsoft und andere Firmen nutzen solche Steuerschlupflöcher, die im übrigen (von der Politik gewollt?) völlig legal sind.
Auch in Österreich dürfte die Praxis des Steueroptimierens weit verbreitet sein. Anfang September “schockte” Buchautor Hans Weiss mit einer Aussage in seinem Buch “Schwarzbuch Landwirtschaft”. Demnach soll der Raiffeisen-Konzern mit einem Steuersatz von einem Prozent davon komme.
Disclaimer: Die im Standard-Bericht aufgelisteten Zahlen kann ich nicht verifizieren. Auch geht daraus nicht hervor, ob die Zahlen für den ganzen Sektor, einzelne Institute oder die RZB gelten. Das Buch ist aber bestellt.
Im Falle von Google oben wurde ein Steuersatz von 2,4 Prozent errechnet. Einzelfälle sind das alles nicht. Speziell Österreich mit seiner Gruppenbesteuerung dürfte ein wahres Paradies der Steuer-Optimierer sein. Solche Steuerschlupflöcher sind wohl auch gängige Praxis in der Klientelpolitik gegenüber Konzernen. Wenn nicht: Warum redet niemand drüber und wie argumentiert die Politik deren Fairness?
Ein Witz? Ein Witz!
Mich verwundert, dass niemand lauter gegen diese schiefe Ebene aufschreit. Ich bin kein Kommunist! Firmen und auch Kapital sollten möglichst viele Freiheiten haben – allerdings nicht auf Kosten anderer.
Kleine Steuerrechnung: 1 Prozent angeblich bei Raiffeisen. Mein Steuersatz liegt – auswendig weiß ich es nicht – irgendwo zwischen 35 und 45 Prozent.
Ist das eine Neid-Debatte?
Hell, Yeah! Warum darf man nicht neidisch auf solche Steuersätze schauen? Überhaupt sollte man diesem Wort den negativen Touch nehmen. Es wird allzu oft als Killer-Phrase der Ewig-Gestrigen-Lobbyisten missbraucht.
cc 2010 Georg Holzer. |
7 Kommentare |
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Tweets vom 2010-10-25
- @lena_d sorry ich war leider gezwungen die paar freien tage in letzter zeit für procrastination aufzuwenden, ich ruf dich spontan mal an. in reply to lena_d #
Tweets vom 2010-10-25
- @lena_d sorry ich war leider gezwungen die paar freien tage in letzter zeit für procrastination aufzuwenden, ich ruf dich spontan mal an. in reply to lena_d #
Frank Zappa – Wild Love
Tweets vom 2010-10-24
- @digiom der, das ock oder die ocke? in reply to digiom #
- @Kratochvil http://twitpic.com/302pvq – apfel in der pubertät? #
Tweets vom 2010-10-24
- @digiom der, das ock oder die ocke? in reply to digiom #
- @Kratochvil http://twitpic.com/302pvq – apfel in der pubertät? #
"Menschenrechtsschutz der UNO in großer Krise" – Vereinte Nationen – derStandard.at › International
Tweets vom 2010-10-22
- international capslock day http://capslockday.com #cld #nofuckwasgiven #
13-year-old plays electric bass
Lionel Dricot: Why I don’t contribute to Wikipedia anymore
I cannot live anymore without Wikipedia. Each time I'm discussing a random subject with somebody and that a question pops into my head, I think "Let's look on Wikipédia" before realizing that I'm in the Big Room with the Big Blue Roof, not in front of my computer.
Nevertheless, I don't have a Wikipedia account. I don't see the need for it. Sure, it could be useful for others, but I don't think I'm really good at writing encyclopedia stuffs, I don't find it funny at all and I believe that I'm already doing some useful stuffs. I don't want yet another account, I don't want a password nor statistics.
Of course, I was correcting mistakes when reading them, I was sometimes adding one or two sentences because my knowledge of the page's subject was enough. I even created a few "stubs" when I thought it was missing. Some of them became real well-formatted Wikipedia pages afterward.
It was back in those days…
I don't do that anymore.

For the last year, every change I did on Wikipedia was a catastrophic failure. As I was not logged in, they were most of the time seen as non relevant. Most of my changes I manually followed where flagged with the infamous "Reference or Citation Needed", even those that could be confirmed by any history book.
Sometimes, you know something so well that you can't even tell a source for it. Ask any Belgian the name of the first Belgian king. And then a reliable source to prove their answer.
Anyway, if I replied with a website source, it was rejected because no blogs or forums are allowed as a reliable source. Think about it. A blog is simply a website with chronological content. Most of modern website with information and content are blogs. ArsTechnica and Slashdot are considered as blogs. The fact that a date is put on the content should not interfere with the quality of the said content. In theory.
Wait, it's worst!
When you edit a page, even for a one-letter typo change, the page immediately falls in the whiter-than-white-wikipedia-ayatollah-commando-squadron radar. And, oh surprise, they discovered that the page hosted for years a content that was not perfectly following the Wikipedia religion. And, as every good zealot should do, they immediately corrected the error, regardless of the fact that the content was fine and useful for years.
On one article I was reading about some sport, I corrected a mistake in an URL in the external link section. One day later, the whole section was removed with all the links because every pointed website was considered as "a blog". Those links were really relevant to the subject and very useful for me. But they were "blog". Now, I consult the history of that page to have the links.
Another article[1] I recently corrected for a spelling mistake was deleted as "non-notable enough". The fact that I was looking for that article, that I found it, that it was existing for weeks or months and that I corrected a mistake should be a proof that it was at least an useful article.
But Wikipedia doesn't want to be useful anymore.
It's a common story in the human species. First, we want to achieve a goal. Second, we discover that we are all different[2] and that we need some rules to organize our work. Third, we make the rules really complicated to fit every corner case. Fourth, we completely forget the goal of those rules and we apply them blindly for the sake of it. Fifth, we punish or kill those who don't follow the rules as strictly as we do.
Every religion started that way, most companies internal rules have the same origin. Sadly, Wikipedia is no different. For some time, I hoped but… no. Sad. Let's pay extra attention that my projects and my own life don't follow the same scenario.




